Manuelle Therapie

Manuelle Therapie heisst übersetzt, dass hier mit den Händen (manus lateinisch "die Hand") therapiert wird.

Es handelt sich um eine schonende Technik, die zur Behebung von Störungen an den Gelenken und Muskeln unseres Bewegungsapparates eingesetzt wird. Durch spezielle Untersuchungstechniken wird versucht, die Ursache der Funktionsstörung herauszufinden und dann entsprechend zu behandeln.

 

 

Gelenkfunktionsstörungen entstehen oft durch Fehlbelastung im Alltag. Gleichzeitig verspannt sich die Muskulatur und durch die entstehenden Schmerzen wird der Mensch auf die Störung an seinem Bewegungsapparat auf unangenehme Weise aufmerksam.

Während der Behandlung lernt der Patient, seine Muskulatur alltagsorientiert zu trainieren. Über eine verbesserte Körperwahrnehmung lernt er, sich auch im täglichen Leben, zb beim Heben und Tragen, Rückenfreundlich zu verhalten. Dies kann ein wiederholtes Auftreten der Probleme verhindern.

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Funktionelle Bewegungslehre

Die Abkürzung FBL steht für Funktionelle Bewegungslehre (Ursprung in der Schweiz). Die Funktionelle Bewegungslehre ist eher ein Beobachtungs- und Bewusstseinstraining als eine Behandlungsmethode. Sie dient der Erkennung von ökonomischen und unökonomischen Bewegungen, die sich aus den unterschiedlichen Proportionen verschiedener Körperabschnitte (Arme, Rumpf, Kopf, Beine) zueinander ergeben.

Sowohl nach Unfällen (posttraumatisch) als auch nach Operationen (postoperativ) ermöglicht die FBL ein differenziertes und der jeweiligen Situtation des Patienten angepasstes Vorgehen.

Wie der Titel schon sagt, wird der möglichst funktionelle Ablauf einer Bewegung bewusst geübt, um den Körper in seiner Haltung und Bewegung ökonomisch und ergonomischer einzusetzen.

Ziele der Anwendung sind:
Unter Berücksichtigungg der Konstitution und der bestehenden Bewegungsdefizite soll eine Ökonomisierung täglicher Bewegungsabläufe und Schmerzfreiheit entstehen.

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Bobath-Konzept

Vor 45 Jahren kamen die Krankengymnastin Berta Bobath und ihr Mann Karle, ein Neurologe und Psychiater, zu der Erkenntnis, dass das Zentralnervensystem aus der Peripherie über die Sinnesorgane auf sensorischem Weg durch Lageveränderung beeinflusst werden kann.

Zu den häufigsten Erkrankungen, bei denen das Bobath-Konzept zur Anwendung kommt, zählen die Multiple Sklerose und der Schlaganfall.

Das Bobath-Konzept basiert auf dem Prinzip, dass unser Gehirn lernfähig ist und dass verloren gegangene Funktionen wieder neu erlernt werden können. In der Fachsprache nennt man diese Fähigkeit Neuroplastizität.

In diesem Sinne ist der Therapeut Bewegungslehrer und versucht zusammen mit dem Patienten möglichst gezielt normale Bewegung wieder neu zu erlernen.

 

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Brügger-Therapie

Die Therapie ist nach dem Neurologen Dr. med. Alois Brügger benannt, der die Methode in seinem Forschungs- und Schulungszentrum in Zürich entwickelt hat. Er beschreibt in seinen Büchern, dass zahlreiche, als "Rheumatische Beschwerden" bekannte Erkrankungen des Bewegungsapparates auf Fehlbelastungen von Wirbelsäule und Gelenken durch eine krumme/schlechte Körperhaltung während des Alltages zurückzuführen sind.

Hierzu zählen zum Beispiel:

- Kreuzschmerzen
- Nacken- Schulter- und Armschmerzen
- Ausstrahlende Schmerzen in die Beine (Ischialgie)
- Abnutzungserscheinungen an den Gelenken (Arthrosen)

Fehlbelastungen bedeuten eine Überbeanspruchung, vor allem der Muskeln und Sehnen. Im Gegensatz zur krummen Körperhaltung werden bei der aufrechten Körperhaltung die Aufbauelemente (Knochen, Gelenke, Band- und Kapsel- apparat, Muskelsystem) optimal, d.h. mit dem kleinsten Aufwand beansprucht.

Bei der krummen Körperhaltung kommt es dagegen zur kompensatorischen vermehrten Kontraktion jener Muskeln, die in die aufrechte Körperhaltung drängen. Das Abweichen von dieser Position verstärkt die reflektorische Verspannung und lässt die Muskeln, die an diesen Bewegungen und Körperhaltungen beteiligt sind, schmerzhaft werden. Diese zentralnervös gesteuerten Mechanismen bilden die Grundlagen des "Weichteilrheumas".

Ziele der Anwendung sind:

- Erlernen aufrechter Körperhaltung während der Arbeit im Alltag
- Korrektur der Statik des gesamten Körpers
- Lösen der infolge länger anhaltender konzentrischer Muskelkontraktion entstandener
- Muskelkontrakturen (Verkürzungen)

Lokale Behandlung (oft unter Zuhilfenahme von Wärme) von entstandenen sekundären Ödemen im arthromuskulären System, die die aufrechte Körperhaltung behindern.

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Kinesiologisches Tapen

Kinesiologisches Tapen ist eine bereits 30 Jahre alte aus Japan stammende Therapieform und bietet ein breites Anwendungsspektrum innerhalb der Physiotherapie und ermöglicht eine Vielzahl von neuen Behandlungsmöglichkeiten.

Die Anwendung der kinesiologisches Tape Therapie basiert auf den Prinzipien der Kinesiologie, woraus auch der Name abgeleitet ist. Kinesiologisches Tapen fördert den körpereigenen Heilungsprozess und nimmt positiven Einfluss auf das neurologische und zirkulatorische System des menschlichen Körpers.

Wirkung von kinesiologischem Tapen

Eines der primären Ziele der kinesiologischen Tape Methode ist die Unterstützung der Muskulatur, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken:

- Einfluss auf die Muskelfunktion
1. "Normotonisierung"
2. Tonisierung - Detonisierung
- Verbesserung der Mikrozirkulation
- Aktivierung des lymphatische Systems
- Aktivierung des endogenen analgetischen Systems
- Unterstützung der Gelenkfunktionen

Ausführlichere Informationen gibt es hier.

 

   

 

Als Physiotherapeut, Ergotherapeut, Masseur oder Arzt - besuchen Sie unseren kinesiologischen Tape Kurs und lassen Sie sich zum kinesiologischen Taper ausbilden.

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PNF

Die Abkürzung PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation und bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der normalen motorischen Entwicklung.

Indikation für die Anwendung der PNF-Technik sind eingeschränkte Beweglichkeit und verminderte Koordination bei neurologischen Erkrankungen wie zum Beispiel MS und Schlaganfall, aber auch bei orthopädischen und posttraumatischen Problemen.

Während einer Behandlung werden mittels spezifischen Bewegungskombinationen Muskelketten stimuliert und gekräftigt. In diesen Bewegungsmustern unterstützen die stärkeren Muskeln die Schwächeren. All diese Bewegungen führen zu einem funktionellen Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedene Stimuli angewandt (zum Beispiel visuelle, verbale und taktile).

Ziele der Anwendung sind:

- Muskelspannungen normalisieren
- Förderung der motorischen Kontrolle und Mobilität
- Förderung der dynamischen Stabilität, Ausdauer, Kraft
- Förderung der Geschicklichkeit, Koordination

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Isokinetisches Funktionstraining

Kombinationen traditioneller Methoden (Thermalwasserbecken oder Schlingentisch) mit modernen Behandlungsformen, wie dem isokinetischen Funktionstraining haben sich besonders bewährt.

Die Kraftmessanlage Cybex 6000 wird für die Kraftanalytik eingesetzt.

Die folgenden Kraftqualitäten können mittels Cybex-Test bestimmt werden:

- Maximalkraft
- Schnellkraft
- Explosivität
- lokale Kraftausdauer
- Muskulare Dysbalancen

Die Testresultate dienen einerseits der Standortbestimmung und ermöglichen andererseits eine Objektivierung von Trainingsfortschritten. Cybex-Kraftmessungen werden u.a. in folgenden Fällen eingesetzt:

- chronische Beschwerden
- Knieschmerzen
- schwache Sportresultate trotz grossem Trainingsaufwand

 

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